Stadtwerke Munster

Die Stadtwerke Munster heben ihren Strompreis um 1,2 Cent pro Kilowattstunde netto
an. Davon sind die Grundversorgungskunden betroffen.
Kunden, die den Tarif „Munster-City“ gewählt haben und damit
ungefähr 60 Prozent des Stromes an Haushaltskunden beziehen,
sind von dieser Erhöhung ausgenommen. In einem Schreiben
an ihre Kunden versichern die Stadtwerke sogar, dass es für
den Tarif „Munster-City“ bis zum 31. Dezember 2008 keine
Preiserhöhung geben werde.
Vier große Preistreiber Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Reichelt betonte, dass der
Strompreis an der Leipziger Strombörse EEX (European Energy Exchange) gebildet werde.
Er drückte es sehr drastisch aus, als er meinte „Wir sind Kalle Arsch am letzten Ende“ und
auf die vier großenmarktbeherrschenden Stromproduzenten
E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW verwies. Das ZDF-Politmagazin
Frontal 21 habe diese vier als „Preistreiber“ bezeichnet,
so die Stadtwerke in ihrem Schreiben an ihre Grundversorgungskunden.
In Wietzendorf ist die SVO Energie Stromlieferant. Bei ihrem Tarif „RegioStrom plus“
erhöht sich der Preis bei einer Abnahme von 3500 Kilowattstunden
pro Jahr um rund 6,25 Prozent. Das mache Mehrkosten
von 3,65 Euro pro Monatoder 43,80 Euro Euro pro Jahr aus.


Strompreise 2009

Was die EWE-Stromkunden in Bispingen und Neuenkirchen schon zum 1. November
schmerzlich erfahren haben, steht denen in Soltau, Schneverdingen,
Munster und Wietzendorf zum 1. Januar bevor. Die drei Stadtwerke bzw. die SVO
Energie erhöhen die Strompreise für die Haushaltskunden.
„Die marktbeherrschende Stellung der Großkonzerne
lässt Strompreise regelrecht explodieren“,
erläuterte gestern Mayer, bei den Soltauer Stadtwerken zuständig für
Stromeinkauf und Marketing.
Nach seinen Angaben steigen die Strompreise für die Böhmestadt
daher zum 1. Januar um rund 5,7 Prozent.
Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden –
dem durchschnittlichen Familienverbrauch – werden künftig
39,57 Euro mehr pro Jahr fällig.
Der Arbeitspreis steigt um 0,95 Cent je Kilowattstunden. Vertriebsleiter
Neugebauer ergänzte, dass die Stadtwerke die Preiskonstanz der neuen
Stromkonditionen bis Ende 2008 garantieren. Mayer begründete
die Strompreiserhöhung vor allem mit der „preistreibenden
Wirkung der vier stromproduzierenden Großkonzerne“.
Dies habe seit Anfang 2003 fast zu einer Verdreifachung
der bundesweiten Stromhandelspreise geführt.
In Schneverdingen steigen die Strompreise um6,08 Prozent auf
19,04 Cent brutto pro Kilowattstunde, wie Friedhelm Freytag,
kaufmännischer Prokurist der Stadtwerke, gestern erläuterte.
Bei einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden sind das
35,70 Euro brutto pro Jahr (inklusive Grundpreis). Die Belastung
für diese Kunden steige von 586,79 auf 622,49 Euro.
Freytag begründete die Erhöhung, die der Aufsichtsrat am
8.November einstimmig gebilligt hatte, mit den erhöhten Preisen
der Vorlieferanten. Im Fall der Stadtwerke Schneverdingen ist
das die EWE AG in Oldenburg, die selbst wiederum nur als Verteiler
auftritt. EinweitererGrund ist der erhöhteAnteil an erneuerbaren
Energien am Strommarkt.
Für die Stadtwerke Schneverdingen bedeutet das, dass für das
nächste Jahr 16,92 Prozent der voraussichtlich 70 Millionen Kilowattstunden
eingekauften Stroms, also 11,8 Millionen Kilowattstunden, mit durchschnittlich
11,66 Cent bezahlt werden müssen. Dazu kämen noch die Netznutzungsentgelte.