| wie Angesichts dieser Entwicklung und damit einhergehend einem zurückgehenden Aufkommen an Kirchensteuern sowie einem Mangel an Seelsorgern hatte der damalige Hildesheimer Bischof Josef Homeyer die Gemeinde auf eine Fusion vorbereitet. Allerdings mit der Zielvorgabe 2010. Deshalb waren die Gemeindeglieder nach Angaben von Clauß völlig überrascht, als ihr Seelsorger vor einigenWochen von der Kanzel die Fusion bereits für das kommende Jahr ankündigte. Ein jahrelanger Umstrukturierungsprozess hätte möglicherweise das gesamte Gemeindeleben gelähmt, begründete Dr. Michael Lukas von der Bischöflichen Pressestelle die neue Marschrichtung, die auch im Internet auf www.bistum-hildesheim. de nachzulesen ist. Eine Fusion bereits in 2006 ergebe auch Sinn, weil im kommenden Wahlen für die Pfarrgemeinderäte sowie die Kirchenvorstände anstünden. Für die Mitglieder von St. Ansgar wirft diese Entwicklung nach Angaben ihres Sprechers viele Fragen auf, etwa nach der Zukunft des Grundstückes an der Feldstraße mit dem Gemeindehaus und der erst in den 1970er-Jahren erbauten Kirche St. Ansgar, aber auch nach der zukünftigen seelsorgerischen Betreuung sowie der kirchlichen Gemeindearbeit. Bis zum 3. September sollen diese Probleme aber noch etwas im Hintergrund bleiben. Jürgen Clauß und seine Mitstreiter wollen ein besonderes Fest vorbereiten und laden Interessierte aller Konfessionen dazu ein. Neben einer Präsentation des gemeindlichen Lebens sollen vor allem die Kinder in die Aktivitäten eingebunden werden. Der Erlös des Festes soll nach dem Willen auch der Kinderund Jugendarbeit bei St. Ansgar zukommen, insbesondere den Pfadfindern und der Messdienergruppe. Das letzte Fest Die katholische Gemeinde St.Ansgar wird 2006 aufgelöst/Fusion mit St. Marien Das Grundstück der katholischen St.-Ansgar-Kirchengemeinde Schneverdingen an der Feldstraße. Foto: vo bz Schneverdingen. Der SchneverdingerVeranstaltungskalender für September wird aufgelegt. Termine, die für einen breiten Personenkreis von Interesse sind, können bis Dienstag, 9. August, bei der Schneverdingen- Touristik gemeldet werden, Telefon (0 51 93) 9 38 11, oder per Email: gertrud.boettcher@ schneverdingen.de. Telefon-Beratung bz Soltau. Am Mittwoch, 10. August, bietet die Erziehungsberatungsstelle von 17 bis 19.30 Uhr eine telefonische Beratung über Ruf (0 51 91) 7 02 32 an. Termine melden Männer und Frauen werden von den Wellen der Geschichte auf den Thron der Macht gehoben – und auch wieder fortgespült. Heute noch in aller Munde und morgen schon wieder vergessen. Wer die Geschichte ein wenig kennt, der stößt auf eine unübersehbare Tatsache: Auf der politischen Bühne dieser Welt werden immer wieder die gleichen Stücke aufgeführt. Das Programm hat sich nicht geändert, nur die Schauspieler sind ausgewechselt worden. Das Drama selbst kennt keine grundsätzlich neuen Akzente. Im Staub der Jahrtausende lässt sich immer wieder dieselbe Spur von Aufstieg und Untergang ausfindig machen. In arroganter Vermessenheit haben schon viele geglaubt, sie hätten die Geschicke der Welt in ihrer Hand. Doch kaum hatten sie ihre Herrschaft errichtet, zerfiel alle ihre Macht – und ihre Reiche sind im Staub der Jahrtausende versunken: das Reich der Meder und Perser, die Größe Griechenlands, die Pharaonen Ägyptens, das Weltimperium der römischen Cäsaren – und alle anderen „tausendjährigen“ Reiche dieser Erde. Nur noch ein paar Ruinen dokumentieren den Aufstieg und Fall ihrer Reiche. Wie mächtig und „unsterblich“ sie sich auch gaben: Jeder Mächtige verlor seine Macht wieder – und musste sich beugen: vor dem Willen des Allmächtigen. Und trotz allem: Noch immer glauben Menschen in ihrem Größenwahn, dass ihr Machtimperium die Zeit überdauert – und gebärden sich wie unsterbliche Götter. Ist denn die Sprache der Geschichte nicht deutlich genug, dass sich „Sterbliche“ immer wieder so aufspielen, als wären sie „Gott“ dieserWelt ? – Die Bibel jedenfalls bezeugt: Er, der alles erschaffen hat, der lebendige und ewige Gott – ER ist es, der alle Reiche dieser Welt und jeden „Machthaber“ souverän in seiner Hand hat. Er, der »König der Könige und Herr der Herren« – ER schreibt die Geschichte dieser Erde. Er ist der Regisseur im großen „Welttheater“, der die Könige und Herrscher der Erde ein- und auch wieder absetzt, Mächtige vom Thron stößt und Unterdrückte aufrichtet. Er ist es, der diese Welt regiert – gestern, heute und in Ewigkeit. Wahlsieg oder Wahlniederlage, Umsturz oder Revolution sind nur die menschliche Beschreibung in der Veränderung auf dem Schachbrett Gottes in derWeltgeschichte. Gott ist es, der Situationen in Bewegung bringt und verändert – und als der Allmächtige souverän bestimmt, wem er Macht anvertraut und auch wieder nimmt. Was für ein Trost: Auch in der Hand der „Mächtigen“ dieser Erde bleibe ich in allem und trotz allem in Gottes Hand. Ein Lied von Siegfried Fietz bringt es auf den Punkt, wenn es dort heißt: Seht, manmusste sie begraben, die derWelt Gebote gaben und ihrWort hat nicht Bestand. Ihre Häuser wurden Trümmer, ihre Münzen gelten nimmer, die man in der Erde fand. Ihre Namen sind verklungen, ihre Lieder ungesungen, ihre Reiche menschenleer. Ihre Siegel |