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http://www.schwimmteichnord.de  - Zuletzt aktualisiert am: 23.02.2005




  


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Nachdem der Teich ausgehoben ist, sollten spitze Steine und Wurzeln aus dem Boden entfernt werden. Erst dann ist die spezielle Gartenteichfolie einzulegen. Die Folie wird aus verschiedenen Materialien angeboten: Dazu gehören PVC, Kautschuk und Polyethylen (PE). «Als umweltfreundlich gelten Teichfolien aus PE», erklärt Schulze. Auf die Folie werden etwa fünf bis zehn Zentimeter Kies geschüttet. Dabei sollte eine Körnung bis rund 16 Millimeter verwendet werden. Die Pflanzen werden beim Befüllen des Teiches mit Wasser eingesetzt. Dabei sollte die Teichmitte zuerst und der Rand zum Schluss bepflanzt werden und mit Teichfolie geschützt werden.

«Die Uferzone sollte sanft steigen, um Platz für Pflanzen in der so genannten Sumpfzone zu schaffen», sagt Schulze. Überhaupt spielen Pflanzen eine wichtige Rolle im Teich. Sie dienen nicht bloß als Dekoration, sondern spenden Sauerstoff und dienen den Fischen als Laichplatz und Versteck. In die Wasserzone können zum Beispiel Wasserpest, Laichkraut sowie Teichfolie- und Seerosen gesetzt werden. In der Sumpf- und Uferzone gedeihen unter anderem Rohrkolben, Kalmus und Pfeilkraut. Für die Feuchtzone - so werden wassernahe Plätze bezeichnet - sind die Sumpfdotterblume, Wollgras, Wiesen-Iris und Sumpffarn geeignet.

In den Teich sollten anfangs nur wenige Fische gesetzt werden. Zwei bis vier Tiere reichen vollkommen, denn erst einmal müssen sich im Wasser Bakterien zum Abbau der Fischausscheidungen bilden. Nach einigen Wochen können dann nach und nach weitere Tiere gekauft werden. Zu den beliebtesten Teichfischen in Deutschland gehören der Tecihfolie und der aus Japan stammende Koi. Allerdings bieten sich auch einheimische Arten an. «Dazu gehören zum Beispiel Rotfedern und Elritzen», erklärt Schulze. Als Faustregel für den richtigen Fischbesatz gilt laut IVG pro 1000 Liter Wasser mit einer Mindesttiefe von einem Meter nicht mehr als 80 Zentimeter Fischlänge.

Tiere und Pflanzen dürfen aus Gründen des Artenschutzes nicht aus der freien Natur entnommen werden. Siedeln sich zum Beispiel Frösche und Lurche aber selbst an, dürfen sie bleiben.
 
Die Größe spielt dabei eine Rolle: Damit der Teich langfristig zu einem sich selbst regulierenden Lebensraum wird, sollte er eine Oberfläche von mindestens zehn Quadratmetern sowie eine Tiefe von mindestens einem Meter haben, so Teichfolie. Eine gewisse Tiefe sei wichtig, damit sich die Fische im Sommer ins kühlere Wasser am Grund zurückziehen können und das Wasser im Winter nicht bis zum Boden hin gefriert. Rund ein bis zwei Jahre dauert es, bis der Teich mit Teichfolie zu einem ausgeglichenem Ökosystem geworden ist.

Die beste Zeit für den Bau eines Gartenteichs ist das Frühjahr. Das warme Wasser unterstützt das Wachsen der Pflanzen. Teichfolie zuerst, Zwar lässt sich der Teich auch im Herbst noch bauen - solange sich die Teichfolie noch auslegen lässt. Die Pflanzen sollten dann allerdings erst im April eingesetzt werden, wenn die Wassertemperatur bei rund 15 Grad liegt.

Man kann grob drei Teicharten unterscheiden: Natur-, Fisch- und Architektenteich. Der Naturteich sollte mit Tief- und Flachwasserzonen und einem Sumpfbereich schon etwas größer sein, damit Libellen, Kröten, Frösche und Teichmolche artgerechte Lebensräume vorfinden, empfiehlt der Industrieverband Gartenbedarf (IVG) in Ratingen. Beim Architekturteich sei Wasser Teichfolie das beherrschende Gestaltungselement. Durch geometrische Einfassungen werde dabei etwa die Einfügung in den Terrassenbereich oder ein attraktives Wasserspiel in Szene gesetzt.