Schutz für die Teichfolie im Winter An kühlen Spätherbsttagen im kalten Wasser zu waten und Teichpflege zu betreiben, lässt alles andere als Freude aufkommen. Doch nur große, nach natürlichem Vorbild angelegte Teiche können in der kalten Jahreszeit sich selbst überlassen werden. Die übrigen Wassergärten, dazu gehören auch Miniteiche in Bottichen und Wannen, kommen ohne Pflege und Schutz nicht über den Winter. Handelt es sich um einen über drei Jahre alten Teich, hat sich wahrscheinlich schon ein Bodensatz aus organischem Material gebildet. Diese glitschige und manchmal übel riechende Masse wird Schlick genannt. Bevor Eis und Schnee einsetzen, sollte ein Teil des Schlicks herausgeholt werden. Dafür bieten sich besonders Gummirechen an, weil man mit ihnen nicht aus Versehen ein Loch in die Teichfolie kratzen kann. Das Ausheben des Schlicks sollte sich auf ein Drittel der Teichfolie beschränken. Dadurch wird eine zu krasse Veränderung der Wasserbedingungen durch Teichfolie vermieden. Außerdem können Wassertiere, die im Bodensatz Schutz vor dem Winter suchen, in den ruhigeren Teil des Teichs flüchten.
Die Wasser- und Sumpflanzen ziehen wie die meisten ihrer Verwandten an Land im Herbst ein - das heißt, sie verlieren ihre Blätter. Die abgestorbenen Pflanzenteile verrotten zu Humus. Findet dieser Prozess jedoch auf dem Teichgrund statt, lösen sich die Nährstoffe im Wasser und schaffen damit eine Grundlage für einen ungewollten Algenteppich im Folgejahr. Darüber hinaus bilden sich bei der Verrottung Faulgase (Teichfolie darüber legen), die vor allem in strengen Wintern, in denen die Wasseroberfläche ständig vereist ist, nicht entweichen und Fischen und anderem Wassergetier gefährlich werden können. |