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Nr. 39 – Mittwoch, 16. Februar 2005 3 LOKALES bz Soltau. Grüne Kommunalpolitiker aus den Landkreisen Soltau-Fallingbostel, Harburg, Stade und Rotenburg sowie der kommunalpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Andreas Meihsies, trafen sich am Sonnabend in Tostedt, um die Verträge mit der Stadtreinigung Hamburg über die Müllverbrennung in der Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm in Hamburg zu diskutieren. Aktueller Anlass war zum einen das derzeitige Preisprüfungsverfahren, zum anderen das Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union (EU), das sich darauf stützt, dass 1995 vor Abschluss der Vereinbarungen keine dem EU-Recht entsprechende Ausschreibung stattgefunden habe, wie die Grünen erklärten. „Dies hatten die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen schon damals kritisiert und den Vertrag deshalb in allen beteiligten Landkreisen und in Hamburg abgelehnt.“ Der Vertrag sei von Anfang an weder ökologisch, noch ökonomisch vertretbar gewesen, so der hiesige Fraktionsvorsitzende Christopher Schmidt: „Die hohen Mengenfestschreibungen waren ebensowenig haltbarwie die lange Vertragslaufzeit und die Kostenseite.“ Um auf die Probleme im Vergaberecht aufmerksam zu machen, habe die Kreistagsfraktion Stade 1995 sogar ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben, das in allen Kreisen vor der Beschlussfassung über die Verträge zur Verfügung gestanden habe. Dies mache die damaligen Entscheidungen nur noch unverständlicher. Dennoch wollen die Grünen im Interesse der Bürger nach Lösungen für das Problem suchen, wie Schmidt betont. Oberste Priorität habe dabei eine Auflösung des Vertrags mit der Stadtreinigung Hamburg, waren sich die Vertreter der Fraktionen aus allen vier Landkreisen einig. Dies empfehle inzwischen selbst das niedersächsischeWirtschaftsministerium in einem Schreiben. Parallel dazu sollten die Landkreise bereits verschiedene Alternativen „für die Zeit danach“ entwickeln: „Wenn der Vertrag mit Hamburg weg ist, wird es für die Bürger auf jeden Fall günstiger. Aber wir sollten dann vorbereitet sein und nicht erst mit den Planungen beginnen, um das nächste Mal eine bessere Lösung zu finden“, so Schmidt. Am Rande des Treffens sprachen die Fraktionsvorsitzenden aus Harburg und Soltau-Fallingbostel, Ruth Alpers und Schmidt, auch über den geplanten Ausbau der Heidebahn. Man müsse sehr genau darauf achten, dass es nicht bei leeren Worten bleibe und sich zeitnah auch ein Ausbau des nördlichen Streckenabschnitts Richtung Hamburg anschließe. Vertrag auflösen Grüne zur Müllverbrennung in Hamburg stm

Soltau „Vom Wasserfloh zum Düsenflugzeug“ heißt eine Ausstellung zum Auftakt des Jubiläums „25 Jahre Stadtwerke Munster“ im Verwaltungsgebäude am Rehrhofer Weg. Nach der offiziellen Eröffnung am kommenden Montag beginnen am Dienstag Führungen für Schulklassen. „Wir möchten mit den Bürgern ins Gespräch kommen, ein Forum für alle bieten und uns verstärkt in die lokalen Geschehnisse einbringen“, sagte Stadtwerkegeschäftsführer Bernd Reichelt. Zielgruppe seien die Munsteraner und Bispinger Bürger. Insgesamt 20 Stadtwerke-Veranstaltungen bzw. Beteiligungen an anderen Vorhaben sind im Rahmen des Jubiläums geplant, wie die Stadtwerke-Mitarbeiter Helmut Nicolaysen und Andreas Halbas erläuterten. Die in Zusammenarbeit mit den Erdölmuseen Twist und Wietze imVerwaltungsgebäude der Stadtwerke am Rehrhofer Weg präsentierte Ausstellung zeichnet die Entstehung von Erdöl und Erdgas bis zur Gewinnung und Verarbeitung nach. Beginnend ab 1860 bis heute wird deren Geschichte mit Bezug zur Region dargestellt. Mit der Beteiligung am Munsteraner Frühjahrsmarkt und am Bispinger Heidemarkt setzt das Unternehmen seine Jubiläumsaktivitäten fort. Die offizielle Geburtstagsfeier ist am 23. September. VomWasserfloh zum Düsenflugzeug Die Stadtwerke-Mitarbeiter Andreas Halbas (links) und Helmut Nicolaysen mit dem Plakat und dem Faltblatt zur Ausstellung „Vom Wasserfloh zum Düsenflugzeug“. Foto: stm Ab der nächstenWoche Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Stadtwerke Munster stm

Soltau Rund 180 Offizieranwärter der gepanzerten Kampftruppen und der Panzeraufklärungstruppe erleben am Donnerstag, 17. Februar, ab 18 Uhr, auf dem Marktplatz in Munster ihre Beförderung zum Fähnrich. Mit dieser Veranstaltung demonstrieren die Bundeswehr mit dem General der Panzertruppen und Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Klaus Feldmann, sowie die Stadt Munster mit Bürgermeister Klaus Wester kowsky einen Schulterschluss. Die Bevölkerung ist zu diesem Beförderungsappell eingeladen. Zu Gast bei dem Zeremoniell ist der neue Amtschefs im Heeresamt, Generalmajor Wolfgang Korte. Im Rahmen des Appells wird die langjährige Partnerschaft zwischen der Panzertruppenschule und dem US Army Armor Centre in Fort Knox/ Kentucky offiziell besiegelt. Soltau gibt es Unternehmensberatung Brigadier General Albert Bryant, Vize- Kommandeur in Fort Knox, vollzieht gemeinsam mit General Feldmann den militärischen Freundschaftsakt. Der Appell wird vom Marinemusikkorps „Nordsee“ aus Wilhelmshaven musikalisch begleitet. Die Stadt und die Panzertruppenschule bitten um Verständnis dafür, dass während des Appells und dessen Generalprobe am Vortag zwischen 17 Uhr und 20 Uhr Verkehrseinschränkungen erforderlich sind. 180 Fähnriche Öffentlicher Beförderungsappell in Munster wu Soltau. Einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt des Nachbarlandes erhalten vier französische Auszubildende, die jetzt für dreiWochen zu Gast bei den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Soltau sind. Sie nehmen am Unterricht in den BBS teil und absolvieren Betriebspraktika in der Böhmestadt. „Europa erleben“ und „Arbeitsmärkte tranpartenter machen und zusammenrücken lassen“ sind die Ziele des Austausches, wie die BBS-Europabeauftragte und Französischlehrerin Annette Ruelius-Mangold erläuterte. Die Leitung der Gruppe aus den drei angehenden Automechanikern Jean-Phillipe Pérron, Romain Coruaud und Arnaud Audovin sowie der Friseurin Marie-Ange Loiseau hat ihr Deutschlehrer Michel Martin. Die Unterbringung erfolgt in den Betrieben und in Familien von Schülern der BBS Soltau. Der Austausch mit französischen Schülern aus Angoulême in der Charente (Südwesten Frankreichs) hat an den BBS Soltau seit mehr als 15 Jahren Tradition. Die Kontakte zu der Berufsschule in Angoulême, die von der dortigen Industrie- und Handelskammer geleitet wird, entstand durch das von der Europäischen Union gestartete Programm „Leonardo da Vinci“. Dabei geht es um die Mobilität junger europäischer Auszubildender, die im Rahmen des Arbeitsaufenthaltes ihre Berufskenntnisse vertiefen und landesspezifische Fachkenntnisse erwerben sollen. Das Programm „Leonardo da Vinci“ bildet einen Teil innerhalb der europäischen Bildungsprogramme „Sokrates“, die die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg erleichtern soll. „Die Zusammenarbeit zeigt neue Wege auf und baut den Bestand europäischer Gemeinsamkeiten aus“, betonte Annette Ruelius-Mangold. Gerade im Bereich der Berufsausbildung werde deutlich, dass lebensbegleitendes Lernen und Anpassungsfähigkeit an neue Arbeitsmarktstrukturen notwendig seien. Ein Gegenbesuch von voraussichtlich 15 Soltauer BBSSchülern – ebenfalls angehende Automechaniker und Friseurinnen sowie Werkzeugmacher und Auszubildende der Gastronomie – ist nach ihren Worten für Oktober geplant. „Europa erleben“ Die stellvertretende BBS-Leiterin Gaby Tinnemeier und Annette Ruelius-Mangold begrüßen die französische Gruppe mit dem Lehrer Michel Martin sowie den Auszubildenden Marie-Ange Loiseau, Romain Coruaud,ArnaudAudovin und Jean-Phillipe Pérron (von links). Foto: wu EU-Austauschprogramm: Französische Auszubildende sind zu Gast in der Heide