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Soltau Touristik |
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| Die Lüneburger Heide gilt als besonders idyllische Ferienregion - und als Pferdeland. Sie ist die Heimat der Hannoveraner, der weltbekannten deutschen Pferderasse. Tatsächlich gibt es in der Gegend mehr Pferde als Kühe. Ein dichtes Netz von Reiterhöfen bietet Pferdefreunden vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Doch Urlaub mit Pferden muss nicht immer Reiten bedeuten: «Es ist ein wunderbares Gefühl, auf die schwingenden Pferderücken zu schauen», versichert Eckardt Meyer auf dem Kutschbock. Zügig bringt er seinen Zweispänner zum Wenden. Als Bundestrainer für Fahrsport tut sich der Profi damit leicht. Die Fahranfänger auf seinem Hof bei Hermannsburg müssen die hohe Kunst des Fahrens - wie das Kutschieren von Pferden offiziell genannt wird - dagegen erst noch lernen. Für Pferdenarren, die die Lüneburger Heide besuchen, ist das Landgestüt Celle ein Muss. Seit 1735 werden dort Hannoveraner gezüchtet. «Uns liegt vor allem an der Qualität und der strengen Selektion der Pferde», erklärt Hauptsattelmeister Bodo Bielmann bei einem Rundgang durch die historischen Stallungen. Höhepunkt des Pferdejahres in Celle sind die Hengstparaden Ende September und Anfang Oktober: In einem mehrstündigen Programm zeigen dann etwa 200 Hannoveraner ihr Können. Dazu gehören bis zu dreizehnspänniges Fahren, Dressurquadrillen oder die «Ungarische Post», bei der ein Reiter auf zwei Pferden gleichzeitig steht. Verden im Westen der Lüneburger Heide ist mit seinen Reit- und Fahrturnieren ebenfalls ein Magnet für Pferdefans: In der Niedersachsenhalle wird zudem acht Mal im Jahr der Pferdenachwuchs der Region vor einem internationalen Publikum versteigert. Eine angespannte Atmosphäre herrscht, wenn hoffnungsvolle Interessenten ihre Favoriten als Weltmeister oder Olympiasieger in spe ersteigern. In einer alten Kaserne in Verden finden Pferde-Fans ein Museum mit einer historischen Bibliothek. In den Ausstellungshallen werden Themen wie das Pferd in der Malerei, im Militär oder im Sport dargestellt. Zu sehen sind auch Kuriositäten wie Moorschuhe für Pferde. Einen Schwerpunkt bilden historische Sättel, Zaumzeuge und Geschirre. Museumsbesucher können auch selbst in den Sattel steigen: Mechanische Reitgeräte erwecken - verbunden mit einem Videosimulator - den Eindruck, selbst über die Verdener Rennbahn zu reiten oder eine Kutsche zu lenken. Doch nur mit lebendigen Pferden lässt sich die Landschaft der Lüneburger Heide wirklich erleben. Das ist zum Beispiel auf dem Forstgut Rehrhof bei Amelinghausen möglich. Das Gut mit seinen 150 Jahre alten, denkmalgeschützten Gebäuden bietet Unterkünfte für Reiter und Pferde. «Unser Hof hat eine für die Region typische Entwicklung durchgemacht», erzählt Besitzer Jürgen Vogt. «Bis 1962 hatten wir noch Milchkühe, dann sind wir auf Pferde und Ferien auf dem Bauernhof umgestiegen.» Sportlich ambitionierte Reiter treffen sich beispielsweise auf dem Brunnenhof in Suhlendorf im östlichen Teil der Heide. «Unser Konzept ist ein anspruchsvolles Reitangebot in schöner Natur», erklärt die Besitzerin und Reitlehrerin Sabine Wörner. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie den Reiterhof mit Hotel in reetgedeckten Häusern aus dem 18. Jahrhundert. Viele Gäste möchten aber einfach nur Ausreiten. Wer im August kommt, kann dann hoch zu Ross die lila blühende Heide erleben. «Es brennt die Heide!», sagen dann die Einheimischen. |