Schneverdingen. Was war das für ein Start in die 2. SchneverdingerKulturnacht: Mit einem satten 2:0 überwältigten im WM-Achtelfinale am Sonnabendnachmittag die Deutschen die Schweden und sorgten damit für rundum gute Laune. Insbesondere die Mitglieder des Kulturvereins Schneverdingen freuten sich über das eindeutige Ergebnis, denn eine Verlängerung hätte die Kulturnacht-Besucher unnötig lange gefesselt. So aber ging es gegen 19 Uhr auf der Festmeile richtig los. Eine Großveranstaltung der außergewöhnlichen Art erwartete die Besucher in der Innenstadt. Gemeinsam mit der Verwaltung und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren hatte der Kulturverein Schneverdingen eine tolleMischung aus Tanz, Musik, Artistik und Theater zusammengetragen. Fast 40 Darbietungen waren rund um Rathaus und Peter-und-Paul-Kirche angekündigt, und wie Carsten B. vom Kulturverein bereits bei der Eröffnung voraussagte, sollte es unmöglich werden, alle Künstler zu sehen. Mit dem Programmheft in der Hand ging es nach eigenem Geschmack durch den Kulturparcours. Alle halbe Stunde fing eine zehnminütigeVeranstaltung an, so dass genug Zeit blieb von einer Bühne zur anderen zu wandern. Allerdings mussten die Besucher dabei aufpassen, nicht an einem der „Walking-Acts“ hängen zu bleiben. Diese mobilen Kulturschaffenden „lauerten“ den Besuchern an verschiedenen Plätzen auf und schafften es immer wieder, ihre Aufmerksamkeit so intensiv auf sich zu ziehen, dass diese die Zeit vergaßen. Von laut bis leise, von komisch bis besinnlich war an diesem Abend alles vertreten.Wer wollte konnte einer Lesung in der Stadtbücherei oder der Kleinen Galerie lauschen, den Männergesangverein genießen oder sich von den afrikanischen Trommeln in den Biergarten locken lassen. An jeder Ecke gab es etwas zu sehen, zu hören und natürlich auch zu essen und zu trinken. Echte Höhepunkte gab es so viele, dass wohl jeder seinen eigenen Favoriten fand. Herausragend allein schon durch die Größe seines Turngeräts war Artist Noah Chorny. An seiner „Gummilaterne“ zeigte er atemberaubende Akrobatik. Gleich nebenan Am Brink spielte das Improvisationstheater Instant Impro vier mal vor „ausverkauften“ Haus. Besonders ästhetische Akzente setzten die Grupo Semilla mit ihrem umwerfend schönen Flamenco und das Puppentheater Altrego. Gegen 22.30 endete das Bühnenprogramm mit einer Abschlussveranstaltung auf der Hauptbühne in der Rathauspassage. Bei Funkmusik und brasilianischen Tänzen wurde anschließend bis tief in die Nacht gefeiert. Den Startschuss zur Kulturnacht hatten die Kinder der Musical-AG der Grundschule am Osterwald übrigens schon am Nachmittag mit dem Stück „Komm wir finden einen Schatz“ gegeben
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