Sein Arbeitsplatz sind militärische Objekte in Europa. Sein Dienstsitz ist das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) in Geilenkirchen, seine private Heimat seit Jahrzehnten Munster: Hauptmann Gerhard Vogel ist einer von rund 260 Soldaten und zivilen Mitarbeitern des ZVBw. Aufgaben bei der Anwendung von internationalen Verträgen, Ab- und Übereinkommen der Rüstungskontrolle sowie von Vertrauen und Sicherheit bildenden Maßnahmen zu planen und zu überwachen, gehören zu den Aufgaben. Während an der Panzertruppenschule ein KSE-Team aus Weißrussland die Anzahl der Panzer ermittelt, befindet sich der seit dem 1. September 2000 im ZVBw tätige Vogel nach ähnlicher Inspektion in Frankreich auf dem Rückflug nach Deutschland. Zuvor hatte er von Russlands Hauptstadt aus im deutschen Inspektionsteam mehrfach die entferntesten Winkel der russischen Föderation bereist. Die selbstständige Republik Dagestan, aber auch militärische Objekte im eisigen Murmansk oder im Donaudelta, in Rumänien, Weißrussland oder Bulgarien hat der Munsteraner gesehen, militärisches Gerät registriert und Inspektionsberichte ausgewertet. Kaum ein Winkel ist ihm auch in Westeuropa bei gleichen Kontrollen fremd. Dabei erfasst der 52-Jährige zudem ganz nebenbei den „Rest“ europäischer Militär- und Kulturgeschichte, die er bereits vor seiner Zeit als Soldat als Seemann entdeckte, später bei Marathonläufen in Frankreich und Deutschland vertiefte. Vogels Vorgesetzter ist Brigadegeneral Jens Zimmermann, Kommandeur des Zentrums. Zimmermann schuf als Hobbyzeichner und -maler gemeinsam mit Dieter Breuer 1975 die erste Hobby-Kunstausstellung im Rathaus, aus der sich die Rathausgalerie entwickelte. Zinmmermann wie Vogel dienten im 1992 aufgelösten Panzerlehrbataillon 94. Vogel machte sich als Lauftreffleiter bei der SVM, zudem als Marathonäufer in den 80er und 90er Jahren einen Namen.
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