Über „Managementsysteme für das zweite Jahrtausend vom Kalb bis zur Hochleistungskuh“ referierte die Diplomingenieurin Annette Reiners aus Ganderkesee beim Milchkontrollverein Soltau. Zum Thema Investitionen zeigt die Referentin Dias von verschiedenen Stallformen vom windgeschützten, modernen Kälberiglu über preisgünstige Folientunnels bis hin zum gut belüfteten Altgebäude. Die Bilder aus Deutschland, Dänemark, Holland, USA, Kanada, Neuseeland und Sibirien zeigten sowohl Positiv- als auch Negativbeispiele. Reiners sprach sich dagegen aus, Jungtiere zu früh auf Spaltenboden zu stellen. Wichtig sei die tägliche Kontrolle jedes einzelnen Tieres. Gute Voraussetzungen für ein optimales Aufwachsen von Jungvieh ließen sich auch in Altställen schaffen. Später sei es wichtig, den Spaltenboden sauberzuhalten. Die Liegeboxen müßten gut eingestreut sein. Beim Auffüllen der Liegeboxen mit Sand gebe es manches Für und Wider, in jedem Fall seien Kompromisse nötig. Für Mineralstoffe, Tränken und Bürsten sollte immer ausreichend Platz vorhanden sein, damit die Tiere diese Einrichtungen streßfrei aufsuchen könnten. Stalleinrichtungen verschiedener Art, Fütterungsmethoden und Melkstände waren weitere Punkte, die Annette Reiners ansprach. Zum Thema Melkroboter meinte sie, daß es dadurch kaum Einsparungen an Arbeit gebe. Man müsse eher von Arbeitsverlagerung sprechen, denn mit Melkrobotern müsse enorm viel Zeit für die Kontrolle der Tiere aufgewandt werden
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