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http://www.hegering-gartow.de  - Zuletzt aktualisiert am: 21.04.2005




  


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Bei den Recherchen stellte er fest, dass aus Düderode – der Heimat von Johann Ludolph Wehmeyer – 20 bis 30, zudem aus dem Bergland um Clausthal- Zellerfeld weitere 300 Leute den beschwerlichen Fußmarsch nach Hamburg auf sich genommen hatten, um von dort aus nach Amerika zu gelangen. Diese hatte damals Agent Anthony Simpson angeworben, der für die Fahrt über den großen Teich im Voraus Geld kassierte – allein Wehmeyer zahlte rund ein Drittel seines Jahreseinkommens. Mit dem restlichen Geld und wenig Gepäck machte sich die Reisegruppe im April 1753 auf den einwöchigen Fußmarsch, den auch Schwangere und Kinder auf sich nahmen. Es ging in täglich rund 30 Kilometer langen Etappen von Düderode über Salzgitter, Ölper, Celle und nach einem Ruhetag weiter über Bergen und Wietzendorf nach Sahrendorf im heutigen Landkreis Harburg und schließlich nach Hamburg. Am Hafen angekommen, ereilten die Auswanderer schlechte Nachrichten. Simpson hatte Konkurs angemeldet, das gezahlte Geld war für die Auswanderer verloren. Und das Schiff fuhr nicht im April, sondern erst im Juli ab, sodass die Unterkunft in Hamburg die restlichen Ersparnisse der Siedler verschlang. Die nachfolgende Überfahrt führte auf Umwegen nicht wie geplant nach South Carolina, sondern nach zwei strapaziösen Monaten, die Todesopfer forderten – unter anderem verstarb Johann Ludolphs Mutter – am19. September nach Philadelphia. Dort mussten sich die mittellosen Passagiere laut Dr. Wehmeier als „weiße Sklaven“ verdingen: „Sie haben für Unterkunft und Verpflegung bei Bauern gearbeitet.“ Nach Jahren der Abhängigkeit zog der Wehmeyer-Clan weiter ins Landesinnere, war an der Gründung einiger Städte beteiligt und betrieb Landwirtschaft. Inzwischen leben laut Peggy Stone-Tegel rund 20 000 Nachkommen allein in den USA. „Die meisten sind immer noch Farmer“. Einige der Nachkommen hätten es aber auch zu Reichtum gebracht. Sie lebten – wenn auch mit Verzögerung – die Geschichte des Tellerwäschers, der zum Millionär wird. Vom Bauern zum Präsidenten Amerika-Aussiedler machten vor 252 Jahren in Wietzendorf Halt Auf den Spuren von Johann LudolphWehmeyer wandelten jetztWilhelm Klinge, JohnTegel, Peggy Stone- Tegel und Dr. Friedel HeinrichWehmeier (von links), die im Hotel Hartmann, der ehemaligenWietzendorfer Poststation, einkehrten. Foto: mey Die Studenten Kristina undWadim, Rainer Schmuck, Lüder Bartels sowie Hermann und Marianne Söder (von links) vor der Abfahrt. bz Kirchboitzen. Hilfsgütertransport per Wohnmobilgespann. Mit einem rollenden Ferienheim startete Landrat Hermann Söder gestern morgen um 8.30 Uhr von seinem Wohnort Kirchboitzen zu seinem elften Hilfsgütertransport in Richtung Ukraine. Mit an Bord waren Söders Ehefrau Marianne, der stellvertretende Wietzendorfer Verwaltungschefs Lüder Bartels, der Rethemer Bürgermeister Rainer Schmuck sowie Kristina undWadim, zwei junge Ukrainer, die in Marburg studieren und nun mit zu ihrer Hochzeit nach Cherson in ihr Heimatland fahren. Das Wohnmobil gehört dem Hotelier Heinz Plesse aus Ostenholzermoor, der seine Teilnahme aus privaten Gründen absagen musste. Im Schlepptau befindet sich ein vollgepackter Anhänger mit Hilfsgütern, vor allem rund 2500 Paar Schuhe der Firma Deichmann. Außerdem transportieren die Heidjer gebrauchte Kleidung, Computer und weitere nützliche Sachen in das osteuropäische Land, das sich nach der „orangefarbenen Revolution“ am Ende des vergangenen Jahres auf demWeg zu einer Demokratie nach westlichem Muster befindet. Erste Station der insgesamt mehr als 5000 Kilometer langen Fahrtroute ist Kiew. Von der ukrainischenHauptstadt geht es nach Cherson, wo die Hilfsgüter übergeben werden sollen und ein Treffen mit Mitgliedern der deutschen Volksgruppe vorgesehen ist. Anschließend steht die Besichtigung eines von der katholischen Kirche geführten landwirtschaftlichen Betriebes in Schlangendorf auf dem Programm. Dorthin hatte Söder vor kurzem Maschinen geschickt. Nach einem Abstecher auf die Krim ist die Rückkehr für den 14. oder 15. August geplant. 2500 Paar Schuhe im Gepäck Landrat Hermann Söder startet mit Begleitern zum elften Hilfsgütertransport in die Ukraine bz Lübberstedt. Die „sanften Riesen“ einmal live vor Ort in Aktion erleben – diese Möglichkeit haben Pferdefreunde und -interessierte am morgigen Sonntag ab 10 Uhr auf dem Hof Bruns-Pferdepension in Lübberstedt bei Garlstorf (Kreis Harburg) bei der Zuchtschau des Friesenpferde-Zuchtverbandes (FPZV). Erstmals ist der einzige staatlich anerkannte Zuchtverband (FN) für Friesenpferde auf Hof Bruns zu Gast. Auf der gemütlich-familiären Reitanlage der Familie Bruns ist seit März dieses Jahres auch die Friesenhengststation mit drei Deckhengsten und mehreren Zuchtstuten zu hause und hat damit den Hof zu einem festen Anlaufpunkt für alle Friesenfans und Züchter aus der Umgebung gemacht. Seitdem tummeln sich nicht nur zahlreiche Friesenfohlen und Mutterstuten auf den hofeigenen Aufzuchtweiden, sondern auch drei erfolgreiche Vatertiere, die dort im Deckeinsatz stehen. Die Zuchtschau in Lübberstedt ist aber nur eine von insgesamt sieben Stationen, die der für ganz Deutschland zugelassene Zuchtverband in diesen Wochen anfährt,umStuten, Fohlen und Wallache zu bewerten, zu prämieren und in die Zuchtbücher aufzunehmen. Der ganz große Tag für die Züchter und natürlich auch die erste große Reise für die Fohlen. Während der Mittagspause – bei einem kleinen Schauprogra