| Eine faszinierende Natur- und Erholungslandschaft im Städtedreieck Hamburg, Hannover, Bremen bietet der Naturpark Lüneburger Heide, der sich in der Zentralheide befindet. Im Zentrum des Naturparks liegt der 169,2 Meter hohe Wilseder Berg, die höchste Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene. Der Naturpark ist fast identisch mit dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Er genießt damit auf ganzer Fläche den höchsten Schutz, den das deutsche Naturschutzrecht vorsieht. Die Heidelandschaft entstand durch die Einwirkungen des Menschen. Durch Rodungen, Beweidung und Feuer wurde der Wald immer mehr zurückgedrängt. Auf den trockenen, sandigen Böden, die im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide vorherrschen, entwickelten sich Heideformen, in denen die Besenheide (Caluna vulgaris) die dominante Pflanzenart ist. In feuchten Lagen wird sie durch die Glockenheide (Erica tetralix) abgelöst. In der Lüneburger Heide begann der 1909 gegründete Verein Naturschutzpark (VNP) bereits 1910 damit, Heideflächen im heutigen Naturpark vor Bebauung, Aufforstung oder Umbruch in Ackerland zu bewahren. In kurzer Zeit konnte der VNP mehrere große Heideflächen und einige Höfe aufkaufen. 1922 wurde ein rund 21 Quadratkilometer großes Gebiet um den Wilseder Berg unter Naturschutz gestellt. Die Naturschutzgebietsfläche wurde 1993 auf etwa 23 Quadratkilometer erweitert. Heute ist der VNP Eigentümer von etwa einem Drittel der Fläche des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Der Naturpark bietet zahlreiche touristische Ziele. Dazu zählen insbesondere der romantische Ort Wilsede und der Wilseder Berg. Der Totengrund ist ein besonders malerisches Tal im Herzen des Schutzgebietes. Für die Besucher hält der VNP drei „Häuser der Natur“ in Niederhaverbeck, Undeloh und Döhle bereit (Öffnungszeiten: Mai bis Anfang Oktober, dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr), in denen sich die Besucher über die Landschaftsgeschichte, Tiere und Pflanzen sowie Besonderheiten und Probleme des Gebietes informieren können. Im Naturpark Lüneburger Heide sind viele Zeugnisse der Geschichte zu finden. Dazu zählen unzählige bronzezeitliche Hügelgräber, historische Wegespuren, Grenzmarkierungen, Findlingsmauern, alte Schafställe, Treppenspeicher und in beeindruckenden Hofgehölzen gelegene reetgedeckte Bauernhäuser. Auf etwa 700 Kilometern Wanderund 300 Kilometern Reitwegen können Besucher die Landschaft erleben, die mit ihren halboffenen Heiden einen besonderen Charakter besitzt. Der Besuch des Gebietes ist auf den ausgewiesenen Wegen zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder auch mit Kutschen möglich, die auf den großen Parkplätzen auf Besucher warten. Zum Schutz der Landschaft sowie der Tier- und Pflanzenwelt gilt ein generelles Kraftfahrzeugverbot. Die Weite und Ruhe der Landschaft lädt ein zu Besinnung und Erholung. Kein Wunder, daß die Lüneburger Heide bekannter ist, als das Land Niedersachsen - sie ist eine einmalige Landschaft. |