| „Hey Baby“ oder „Twist and Shout“ und diversen anderen Stücken von legendären Interpreten wie Elvis Presley, Buddy Holly oder Jerry Lee Lewis holte die Band die „guten alten Zeiten“ zurück in den Soltauer Hagen. So gelang es auch, zahlreiche Besucher – der Platz war gut gefüllt – zum Tanzen zu bringen. Nur wenige blieben bei den Stücken regungslos stehen. Auch nach dem eigentlichen Ende war noch lange nicht Schluss, weil Andy Lee und Tennessee Rain einige Zugaben spielten, die das Publikum mit Sprechchören gefordert hatte. Reise in die Vergangenheit Andy Lee und Tennessee Rain machen Stimmung Sonnabend, 6.August 2005 – Nr. 182 6 LOKALES Das Goldhochzeitspaar Heinz und Elisabeth Herrmann im Garten ihres HausesAm Holze 26. Foto: stm stm Munster. Goldene Hochzeit feiern heute die Munsteraner Eheleute Heinz und Elisabeth Herrmann in ihrem Haus Am Holze 26. Tochter Christa, Enkel Tasja und Urenkel Meliena sind die ersten Gratulanten. Einen entbehrungsreichen Lebensweg haben beide zurückgelegt, bevor sie nach Krieg und Flucht in Munster heimisch wurden. Eigentlich wollte Elisabeth Herrmann „nicht in die Zeitung“. Doch auf Drängen von Tochter Christa sprudelt die Lebensgeschichte der 1912 in den deutschen Siedlungsgebieten am Schwarzen Meer als jüngstes von elf Kindern geborenen Frau heraus. Der Verschleppung nach Sibirien im Ersten Weltkrieg und der 1918 erfolgten Aussiedlung der Familie nach Marienburg/Ostpreußen folgte im Januar 1945 die Flucht nach Westen. „Eigentlich wollte ich nach Bremen, doch der Zug wurde in Munster von Fliegern beschossen. Alle mussten raus. Der Zug fuhr später ohne mich weiter und ich landete in einer Militärbaracke“, erzählt die vielen Munsteranern als Austrägerin der Böhme-Zeitung (1957 bis 1987) bekannte Frau. „In der Baracke“ lernte sie ihren 1920 in Woltersdorf/Berlin geborenen Mann Heinz kennen. Der gelernte Maurer kam nach der Gefangenschaft nach Kriegsende in das damalige Barackenlager Munster. 1947 wurde Tochter Christa geboren. „Geheiratet wurde aber erst am 6. August 1955 in der BreloherKirchenbaracke“, so die Goldbraut. „Viele Häuser in Munster habe ich als Maurer bei der Firma Buckendahl mitgebaut“, erzählt der Ehemann, der nach erfolgreicher Meisterprüfung bis 1983 den „damals stark besetzten“ städtischen Bauhof leitete. Entbehrungen überstanden Ehepaar Herrmann feiert goldene Hochzeit bz Soltau. Der historische Triebwagen „Ameisenbär“ startet am Sonntag zu seiner sechsten von dreizehn Touren in dieser Saison. Endstation für die fahrplanmäßige Fahrt ist Döhle am Rande des Naturschutzgebietes. Die Fahrt beginnt um 10 Uhr ab Soltau, Hauptbahnhof. In Döhle haben die Fahrgäste drei Stunden Aufenthalt, so dass für eine Wanderung bzw. Kutschwagenfahrt ins Naturschutzgebiet ausreichend Zeit vorhanden ist. Um 15 Uhr rollt der „Ameisenbär“ wieder im Bahnhof Soltau ein. Fahrkarten sind ausschließlich am Sonntag im Zug erhältlich. Für Sonderfahrten ist der Triebwagen mit 55 Sitz- und 16 Stehplätzen über die Soltau- Touristik buchbar. Auf nach Döhle Historischer „Ameisenbär“ fährt am Sonntag stm Munster. Der Ärger über die mangelnde Pflege des Außenbereichs am Bahnhof Munster, aber auch über die unter dem gleisseitigen Bahnhofsvordach veranstalteten „wilden Partys“ und immer neue Verunreinigungen an den Wänden des Gebäudes und den Informationskästen der Bahn wächst sowohl bei dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes als auch bei der Stadtverwaltung und den Reisenden. Hüfthoch wuchert das Gras rings um die Telefonzelle. Im Bereich der Gleise und des Zugangs vom der Deutschen Bahn gehörenden Parkplatz und dem Fahrradstand wurde die Pflege stark vernachlässigt. Grünflächen sind verkrautet, Strauchbereiche nicht gepflegt. „Für uns ist das ein ständiges Ärgernis und ein großes Problem, weil niemand von der Bahn bei Vorfällen und Schäden – wenn überhaupt – schnell zu erreichen ist“, so der Eigentümer des Bahnhofsgebäudes auf Anfrage. Zumeist seien es Menschen, die abends vom nahen Flüggenhofsee zum Bahnhof kommen, die für Abfall undVerunreinigungen sorgten. „Ein Ärgernis sind die Zustände auch für die Stadt“, sagte Erster Rat Rudolf Horst. Im Zuge der im kommenden Jahr bevorstehenden Straßenerneuerung zwischen der Kreuzung Breloher Straße/An der Hohen Luft und der Bahnhofstraße/ Wagnerstraße im Bereich des Friseurgeschäftes Timm werden laut Horst auch der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet und die Eigentumsgrenzen auf dem ganzen Gelände neu geregelt. Bis dahin sei der Zustand des Bahnhofs nicht nur ein Fall für die Bahn und den Gebäudeeigentümer, sondern auch für das städtische Ordnungsamt. „Ein ständiges Ärgernis“ Kritik am Zustand des Munsteraner Bahnhofsgeländes Hüfthoch wuchert das Wildkraut an der auf dem Munsteraner Bahnhofsgelände befindlichen Telefonzelle. Foto: stm vo Schneverdingen. Das Gemeindefest hat seinen festen Platz im Jahresprogramm von St. Ansgar in Schneverdingen. Diesmal legt sich der Pfarrgemeinderat mit Jürgen Clauß an der Spitze noch mehr ins Zeug als sonst, damit die Veranstaltung am Sonnabend, 3. September, ab 11 Uhr ein Erfolg wird und allen Beteiligten in guter Erinnerung bleibt. Denn wahrscheinlich wird es die letzte Veranstaltung dieser Art. Denn die nach dem „Apostel des Nordens“ benannte römisch-katholische Kirchengemeinde in Schneverdingen wird 2006 aufgelöst und mit der Gemeinde St. Marien Soltau fusiomiert. DerenPfarrerNorbert Rudolph betreut bereits seit einigen Jahren die Gemeinde an der Feldstraße, deren Pfarrerstelle seit demWeggang von Pfarrer Hans- Georg Ellbracht vakant ist. Der Zusammenschluss ist eine Folge des Mitgliederschwunds, von dem die katholische Kirche betroffen ist wie alle christlichen „Amtskirchen“, kennt Clauß die Gründe. Vor wenigen Jahrzehnten hatte die St.-Ansgar-Gemeinde noch etwa 2500 Mitglieder in den Bereichen Schneverdingen und Neuenkirchen, heute sind es noch 1300. |